Disskussionsrunde zum Thema Biogas

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CASEIH 95
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Disskussionsrunde zum Thema Biogas

Beitragvon CASEIH 95 » Fr Nov 08, 2013 9:37 pm

So, Ich wollte hier mal ne "kleine" Disscussionsrunde zum Thema erneuerbare Energien mit Biogas eröffnen.
Schreibt bitte nicht einfach rein: ja ich finds gut. Erklärt,warum es für euch etwas positives ist oder auch nicht?



Meine Ansicht:
Ich persönlich halte NICHTSvon Biogas weil:

1. Landwirte werden zu Subunternehmern
2. Der Boden laugt durch Monokulturen aus
3. Gefahr durch Überdüngung mit Substrat für das Grundwasser ( Krebserreende Stoffe enthalten)
4. Alle schreien, weil der Strom teurer wird, wollen aber erneuerbare Energien aber keiner will es bezahlen
5. Das eigentliuche Ziel wurde verfehlt ( Eig. sollten in den BGA´s Ursprünglich Tierkadaver verbrannt werden und nicht Hauptsächlich Mais)


Also frohe Dikussion ( sat man das so?) Wünsche ich euch
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Re: Disskussionsrunde zum Thema Biogas

Beitragvon Fendt716 » Fr Nov 08, 2013 10:04 pm

Also ich finds gut, weil man ja auch Grassilage, GPS, Zuckerrüben, Gülle, Mist und organische Materialien vergären lassen kann.
Warum bitte schön Tierkadafer? :?
Also Pluspunkt für Biogasenergie

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streubeheubar
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Re: Disskussionsrunde zum Thema Biogas

Beitragvon streubeheubar » Fr Nov 08, 2013 10:35 pm

was soll gut daran sein futter von Tieren zu vergären ...bei gülle und mist ist es ja soweit ok .

es sollte auch jeder daran denken das durch die bga anlagen langfristig gesehen ,unsere Lebensmittel teurer werden .

dadurch das die lw viele flächen an solarparks und bga s verliert ,werden es immer weniger flächen zur lebensmittelgewinnung.

wir machen uns immer mehr von unseren Nachbarländern abhängig :(

pachtpreis je Hektar von 2000 euro von seitens von bga betreibern sind längst keine untopie mehr .

solche gewinne je Hektar sind eigentlich für milchviebertiebe und achkerbauen nicht möglich .

zudem kommt das die meisten bga Betreiber ihre anlage ohne förderung nicht betreiben könnten .

die Nachteile der anlagen lassen sich noch gut erweitern

CASEIH 95
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Re: Disskussionsrunde zum Thema Biogas

Beitragvon CASEIH 95 » Sa Nov 09, 2013 10:19 am

Wenn wir den ganzen Mais, den wir bisher in den BGA's verfeuert haben nach Afrika geschafft hätten, wer weiss, wie es da heute aussehen würde. Da hätten viele von den Hungertoten gerettet werden können.

Streubehauber, du hast recht: Es bleibt immer weniger Fläche zum anbauen. Hier bei uns soll die A49 weitergebaut werden, und kleine betriebe verlieren bis zu 15 Hektar und bekommen kein ersatzland weil die großen alle preise an pacht bezahlen können. Dann werden immer mehr Industriegebiete ausgerufen und noch mehr Fläche verschwindet.
Die Gemarkung unserer Ortschaft hatte mal Gut 240 Hektar ( unser Ort alleine) Vor 20Jahren. Heute sind wir bei 200 Hektar... Das ist ein drastischer schwund an anbaufläche. Der pachtpreis ist auf 400 € pro Hektar gestiegen. Und weitere neupachten sind für kleine bertriebe kaum mehr möglich.
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Re: Disskussionsrunde zum Thema Biogas

Beitragvon john deere 1020 » Sa Nov 09, 2013 5:44 pm

Ich halte auch nichts von Biogas.
Was ist daran bitte bio? Wie viele Tonnen an CO2 werden ausgestoßen, bis der "Mais, Weizen, usw." im Silo Fertig ist?
Grubbern mit zwischenfrucht (meistens), Mulchen, Ackern, Eggen, Sähen, Düngen und Spritzen, Ernte mit min. 3 Gespannen + Hacker + Silo.
Wie schon gesagt, das Lebensmittel verheizt werden, ist echt unter aller Sau !
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Re: Disskussionsrunde zum Thema Biogas

Beitragvon Alldog-driver » So Nov 10, 2013 10:06 am

Also ich finds prinzipiel eig gut solang alles reinkommt was man sonst nicht brauchen kann z. b. essensreste mist gülle reste aus der lebensmittel industrie ... etc. aber ich bin auch gegen Maismonokulturen halt ich nix von weil der Mais ja ursprünglich nicht mal aus Europa kommt!

Bin gespannt auf andere Meinungen ;)
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Re: Disskussionsrunde zum Thema Biogas

Beitragvon Fury » So Nov 10, 2013 11:36 pm

Meiner Meinung nach ging die Regierung falsch an dem Thema Biogasanlagen drann.
Hätten sie statt alle Anlagen, kleinere Anlagen(Hofanlage) mit mindesten 50 prozentigen Gülleanteil subventioniert, wären viele aspekte nicht da bzw. anders. Vorallem von den Industrieellenanlagen halte ich relativ wenig, aber dies ist lediglich ein Bruchteil.
Aber es wundert mich nicht das viele Landwirte auf den Zug aufsprangen, denn mit den Anlagen kann bzw. konnte man wenn man die richtige Förderung bekam/bekommt gutes Geld verdienen und man hat weniger arbeit als mit Tieren.

Das die Pachtpreise bzw. Flächenkaufpreise in den letzten Jahren anzogen sind aber bei weitem nicht das alleinige schaffen der Biogasbetreiber. Früher waren es die Gemüsebauern bzw. Landwirte mit Sonderkulturen die, die Pachtpreise hochtrieben, heute sind es die Biogasler. Hinzukommt das immer mehr aussenstehende in den Landwirtschaftlichenbereich kommen und vorallem in Ackerland investieren, dies drückt.

Mit Monokulturen, speziell Mais, haben wir hier in Deutschland eher noch geringere probleme, kaum einer baut mehr als 2x hintereinander Mais an. Denn dann würde man probleme mit dem Maiszünsler bekommen und solch Fälle sind in Deutschland äußerst gering...

@CASEIH 95
Dein Punkt 5. ist grundlegend falsch. Zum einen wird in einer Biogasanlage nix verbrannt, noch kann man dort Kadaber vergären lassen...
@streubeheubar
Aus welcher Region kommst du? 2000€/ha ist für mich Utopie, da hier bei knapp 80BP um die 1500€/ha gehandelt wird und das bei einer relativ hohen Biogas- & Sonderkulturdichte.
@Alldog-driver
Man kann in eine Biogasanlage nicht einfach alles was ebend da ist rein schmeissen. Dann kippt einen ziemlich schnell die Anlage, sprich die Bakterien sterben. Änderungen an derren ''Futter'' muss sehr behutsam und langsam angegangen werden.

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Re: Disskussionsrunde zum Thema Biogas

Beitragvon john deere 1020 » Di Nov 12, 2013 4:30 pm

@Fury ich komme aus Oberbayern in der Nähe vom Ammersee und dem Lech und bei uns sind auch schonmal 2000€ für den HA Mais gezahlt worden und zwar, von einer BGA ;)
mfg Stefan

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Re: Disskussionsrunde zum Thema Biogas

Beitragvon streubeheubar » Di Nov 12, 2013 5:30 pm

bei mir in der nähe gibt es keine bga

nei die 2000 sind keine utopie ..... Gloria von Thurn und Taxis zahlt sogar schon über dieser marke .

ein ehemaliger Mitschüler von der Landwirtschaftsschule .....hatte in einen Hof bei stuttgart , er ist bei 2000 auf 30 jahre schawch geworden ...und hat seinen Hof aufgegeben .

sicher .....es wird nicht jeder bga Betreiber diese Höchstpreise bezahlen ...das ist sicher .

zu der Sache mit lieber vielen kleinen bga anlagen ....ja wäre wohl allgemein sinnvoller ....aber im sinne der Betriebswirtschaft nicht rentabel.

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Ingolf
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Re: Disskussionsrunde zum Thema Biogas

Beitragvon Ingolf » Mi Nov 13, 2013 12:44 pm

Nun ich bin nicht ganz eurer Meinung.
Ich finde das richtige Maß ist entscheidend.
Eine BGA die von "Abfall" lebt ist in meinen Augen gut. Eine BGA die der Lebensmittelproduktion wichtige Flächen entzieht kann in meinen Augen nur schlecht sein. Aber das Problem steht nicht nur bei BGA. Auch Bio-Sprit, Windkraft und Solarstrom haben das gleiche Problem.

Aber auch in den Zuschüssen und Förderungen seh ich nicht das wesentliche Problem. Die Förderrichtlinien müssen halt permanent kontrolliert werden darauf ob sie den eigendlichen Sinn noch entsprechen. Bioalkohol aus Zuckerrübenabfällen ist gut, Bioalkohol aus Zuckerrohr für das extra Urwald gerodet wurde darf auf keinen Fall gefördert werden.

Ihr seht das eigendliche Problem ist nicht der Grundgedanke. Das eigendliche Problem ist die Umsetzung. Hier sollte und müsste dringend eingegriffen werden. Zur Baugenehmigung einer BGA könnte in Zukunft auch der Nachweis der umweltverträglichen Beschaffung vom Gärgut und der Nachweis der umweltverträglichen Entsorgung der Gärreste gehöhren.

Solaranlagen müssen auch nicht unbedingt auf die grüne Wiese gebaut werden. Da gibt es bessere Alternativen.
keiner ist Perfekt, auch ich nicht

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Mic
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Re: Disskussionsrunde zum Thema Biogas

Beitragvon Mic » Fr Dez 27, 2013 12:00 am

Da hab ich ja das richtige Thema ausgegraben, zumal wir selber eine 500kw Biogasanlage betreiben.

CASEIH 95 hat geschrieben:Ich persönlich halte NICHTSvon Biogas weil:

1. Landwirte werden zu Subunternehmern
2. Der Boden laugt durch Monokulturen aus
3. Gefahr durch Überdüngung mit Substrat für das Grundwasser ( Krebserreende Stoffe enthalten)
4. Alle schreien, weil der Strom teurer wird, wollen aber erneuerbare Energien aber keiner will es bezahlen
5. Das eigentliuche Ziel wurde verfehlt ( Eig. sollten in den BGA´s Ursprünglich Tierkadaver verbrannt werden und nicht Hauptsächlich Mais)


Also frohe Dikussion ( sat man das so?) Wünsche ich euch


1. Ich versteh nicht, was daran schlecht sein soll?
2. Monokulturen findest du bei uns hier kaum, mehr wie 2x mal Mais auf der gleichen Fläche ist äußerste Ausnahme. Nur weil generell mehr Mais angebaut wird täuscht das ganze, da so eine Wand aus Mais doch mehr auffällt wie ein einfacher Weizenacker ;) Wir achten auf eine Fruchtfolge und das tun alle anderen Bauern bei uns in der Umgebung hier auch. Und hier in der Gegend hast du die größte Biogasdichte Deutschlands ;)
3. Davon ist mir nichts bekannt? Wieso sollte Substrat gefährlicher sein als normale Rinder oder Schweinegülle?
4. Das ist doch kein Kritikpunkt an Biogas selbst, sondern an der Bevölkerung, die immer will aber nichts dafür tun will
5. Wie willst du aus einer Verbrennung Strom gewinnen? Mit dem Ofen heizt du ja auch das Haus und lieferst nicht den Strom. In einer Biogas wird immer vergärt und diese Gase werden dann im Motor "verbrannt".

streubeheubar hat geschrieben:pachtpreis je Hektar von 2000 euro von seitens von bga betreibern sind längst keine untopie mehr .

solche gewinne je Hektar sind eigentlich für milchviebertiebe und achkerbauen nicht möglich .

zudem kommt das die meisten bga Betreiber ihre anlage ohne förderung nicht betreiben könnten .


Bis du dir sicher, dass du von Pachtpreisen redest? 2000€ je Hektar sieht mir eher nach dem Preis für Mais direkt ab Feld aus. Dort bewegen wir uns momentan bei ca. 1500€ je Hektar, kann sein dass wo anders mehr bezahlt wird.

Das solche Gewinne für Milchviehbetriebe und Ackerbauern nicht möglich sind stimmt allerdings, nur irgendwer treibt immer den Preis hoch und zahlt mehr. Früher hieß es auch beim Ackerbauern "Was? Der zahlt 400€ Pacht? Der spinnt doch!". Das ist jedes mal das dumme Gelaber von denen, die in die Röhre gucken.

CASEIH 95 hat geschrieben:Wenn wir den ganzen Mais, den wir bisher in den BGA's verfeuert haben nach Afrika geschafft hätten, wer weiss, wie es da heute aussehen würde. Da hätten viele von den Hungertoten gerettet werden können.

Streubehauber, du hast recht: Es bleibt immer weniger Fläche zum anbauen. Hier bei uns soll die A49 weitergebaut werden, und kleine betriebe verlieren bis zu 15 Hektar und bekommen kein ersatzland weil die großen alle preise an pacht bezahlen können. Dann werden immer mehr Industriegebiete ausgerufen und noch mehr Fläche verschwindet.
Die Gemarkung unserer Ortschaft hatte mal Gut 240 Hektar ( unser Ort alleine) Vor 20Jahren. Heute sind wir bei 200 Hektar... Das ist ein drastischer schwund an anbaufläche. Der pachtpreis ist auf 400 € pro Hektar gestiegen. Und weitere neupachten sind für kleine bertriebe kaum mehr möglich.


Ich kann dir sagen, wie's dort aussehen würde, kein Stück anders. Weil es nichts bringt Lebensmittel dort runter zu schicken, stattdessen müsste man den Leuten dort neue Technologien und Anbaumethoden mitgeben, aber stattdessen halten die Hilfsorganisationen nur ein paar abgemagerte Kinder vor die Kamera, dass die Leute schön weiter spenden, anstatt, dass sich mal was tun würde.

Es ist völlig normal, dass mit steigender Bevökerung und Ausbau der Infrastruktur landwirtschaftliche Nutzfläche verloren geht. Das mit sinkendem Angebot und stetig anhaltender Nachfrage die schwächeren irgendwann das Handtuch werfen müssen ist ganz normal und hat auch seinen Sinn. Das passiert schon die letzten Jahrzehnte, sonst würde jeder noch mit der Sense über seine paar Tagwerk rumspazieren. Große moderne Betriebe können einfach produktiver und effizienter arbeiten.

john deere 1020 hat geschrieben:Ich halte auch nichts von Biogas.
Was ist daran bitte bio? Wie viele Tonnen an CO2 werden ausgestoßen, bis der "Mais, Weizen, usw." im Silo Fertig ist?
Grubbern mit zwischenfrucht (meistens), Mulchen, Ackern, Eggen, Sähen, Düngen und Spritzen, Ernte mit min. 3 Gespannen + Hacker + Silo.
Wie schon gesagt, das Lebensmittel verheizt werden, ist echt unter aller Sau !
Nur Wind und Wasser sind richtig zukunftsstarke Energiequellen ;)


Weißt du, was für einen Müll du da von dir gibst? Lass mal zB. zwei 250kw Motoren rund um die Uhr unter Volllast laufen und schau, was die an Sprit brauchen und an Schadstoffen ausstoßen. Das sind ganz andere Verhältnisse, wie wenn so ein paar Maschinen ein paar Tage lang auf dem Feld laufen. Das erkenn ich auch ohne große irgendwelche Rechnungen anzustellen, dass das Blödsinn ist. Sonst wäre man ja nicht auf die Idee der Biogasanlage gekommen.
Ich seh für Biogas durchaus zukunft, weil es eine der wenigen Energiequellen ist, die wirklich speicherbar ist ;) Gibt mittlerweile auch schon Anlagen, die sich nen extra Motor dazugestellt haben um ihn zu Spitzenlastzeiten laufen zu lassen. Geht bei Wasser und Wind schlecht.
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Re: Disskussionsrunde zum Thema Biogas

Beitragvon CASEIH 95 » Fr Dez 27, 2013 11:52 am

So mic. Bei uns hier ist folgendes problem. Es gibt hier im Umkreis von 20 Km ca. 6 BGA's, die von mehreren Landwirten gefüttert werden. Einige von denen haben nicht genug guten Boden und müssen schauen, das sie ihren anteil bringen. Das ist dann nur durch Monokulturen bzw. Neupachten oder beim Tauschen möglich. Aber meistens sind es (hier) genau die schwarzen schafe, mit denen keiner was am hut haben will, die bei uns BGA machen. Wir haben in unserer Gemarkung 40-98 Bodenpunkte und unsere Gemeindevertretung hat sich bewusst gegen eine BGA entschieden. Jetz haben wir aber das problem mit den BGA leuten. Die ham sich ihre BGA imner anderen gemeinde gebaut, schaffen den Kram dahin und pachten in unserer Gemeinde das Land weg. Von den 200 Hektar in unserer gemarkung also unser ort alleine da werden 4 Hektar Mais angebaut, und das sind wir. Wir machen aber keine BGA sondern verfüttern an unsere Mastbullen. 1/2 von dem was wir ernten, wandert noch an nen Großen Milchviehbetrieb im Nachbarort, die so knapp 12 Hektar mais machen und dann von uns noch was dazu bekommen. Ich finde, man sollte halt mehr darauf achten, das eine BGA nich Haupsächlich mit Mais
gefahren wird. Da mussein auswogenes Verhältniss da sein, von "Frischem Material" Sond zu wasser und wind u
Und "Abfällen". So sehe ich das. Und wenn sich da nich bald was tut, dann gibt das ei
n böses erwachen!
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Re: Disskussionsrunde zum Thema Biogas

Beitragvon Mic » Fr Dez 27, 2013 1:37 pm

Und du siehst dich darin in der Existenz bedroht? Habt ihr überhaupt einen zukunftsfähigen Betrieb? Könntet ihr überhaupt so mit den anderen "normalen" Landwirten mithalten, was Pachtpreise usw. betriftt?

Und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die BGA Betreiber bei euch die schwarzen Schafe sind. Das wirst du nur meinen, weil du sie nicht leiden kannst. Bei uns arbeiten so ziemlich die meisten Landwirte mit den Biogasanlagen zusammen, wir haben viele Kunden, die für uns guten Mais anbauen und der wird auch gut bezahlt, daraus profitieren beide Parteien. Auch bekommen wir Mist/Gülle geliefert und dafür dürfen die Bauern sich gutes Substrat holen. Man muss sich nur richtig stellen. Die, die maulen, sind meistens die, die vor ein paar Jahren selber ihren Arsch nicht hochgekriegt haben und jetzt in die Röhre gucken ;)
Ich seh das Problem nicht darin, dass die Biogasanlagen nicht den Milchviehbetrieben den Raum zum überleben geben sondern versuchen sich selbst auszustechen. Wir kommen mit den meisten gut aus, aber da gibt's halt auch Leute, die für nen Acker alles machen würden. :roll:

Wie stellst du dir dieses böse Erwachwen vor?
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Re: Disskussionsrunde zum Thema Biogas

Beitragvon CASEIH 95 » Fr Dez 27, 2013 2:54 pm

Also ich wage zu behaupten,das unser Betrieb die nächste Generation,sprich mich noch ernähren wird. Wir haben jetzt mittlerweile die 90(30 Grün,~ 60 Acker Getreide Zuckerrübenanbau,Gemüseanbau Weihnachtsbäume) Hektar geknackt und mein Vater kann ganz gut ne 6 Köpfige Familie ernähren. Auch wenn wir mit der milchviehhaltung aufgehört haben, weil sich das netmehr rentirt hat und mit den Mastbullen nächstes Jahr endgültig schlussmachen. Und das böse erwachen, Das is so ne Sache. Einer der BGA betreiber hier hat gesagt,wenn es damals keine Subventionen gegeben hätte, hätte er NIE ne BGA gebaut.Ich sag ja nichts gegen euch oder so und fühle mich auch nicht bedroht in meiner Existenz. Bei uns ist es so,wie es ist. Leider gottes haben sich wegen der BGA´s viele Landwirte verkracht und sowas muss net sein.

Und ich sehe das So: Großen Energiekonzerne sollten lieber Mühlenbesitzer fördern, das die ne Turbine einbauen können. Hier bei uns könnte dann so in etwa jedes dorf mit Wasserkraft seinen eigenen Strom erzeugen. Das wären in unserem Ort alleine 3 Mühlen und in Wasser sehe ich eine noch bessere möglichkeit,energie zu Speichern. Da muss man dann wieder Unterscheiden. Im winter, wenn der Fluss gefroren ist *hust* (wann is es denn noch son kalt hier das ein kompletter fluss friert?) Da könnte man dann die BGA´s laufen lassen. Das muss wieder ein gesundes Verhältniss geben. Sich alleine auf den Komponenten BGA zu stütze oder Solar oder Wasserkraft ist nix. Wir sind zum teil beteiligt an so einer Besagten Mühle und haben 3 Solarbäumen im Solarpark. Das was wir an Strom verbrauchen vom Haushalt und von der Landwirtschaft her, wird also abgedeckt. Man sollte das also eher so machen BGA im Winter und im Sommer,wenn Wasserknappheit in den Flüssen ist und keine Sonne scheint, denn das sind die Nachteile von Wasser und Solar,die mir durchaus bewusst sind. Und in den BGA´s sollte meiner Meinung nach halt nicht so viel Mais gefahren werden, sondern Mehr Mist+Gülle und wegen mir soll der Herr LAndwirtschaftsminister Friedrich ne BIO-Tonne einführen, die dann als sammelstelle im ort für Küchenabfälle dient, und 1 mal pro Woche von der BGA entleert wird,sodass der MAisanteil etwas gesenkt werden kann.
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Re: Disskussionsrunde zum Thema Biogas

Beitragvon ffw maxi » Fr Dez 27, 2013 4:31 pm

Und was machst du dann im Sommer mit den Gasen aus der Biogas? Die bläste dann einfach in die Luft?
Du kannst ne Biogas net einfach mal so anhalten. Wenn du neustarten willst, musst du diese ja wieder mit den Bakterien impfen. Und wenn man die dann geimpft hat, gehts nicht gleich mit Vollgas los, sondern die Bakterien müssen sich auch erst wieder vermehren, was einige Zeit in anspruch nimmt. Soll heißen, man kann eine BGA nicht auf Knopfdruck einschalten.
Gott fragte die Steine: “Steine, wollt iht Schlüterfahrer werden?” Darauf antworteten die Steine :”Nein,wir sind nicht hart genug!”

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Re: Disskussionsrunde zum Thema Biogas

Beitragvon Mic » Fr Dez 27, 2013 5:07 pm

CASEIH 95 hat geschrieben:Und ich sehe das So: Großen Energiekonzerne sollten lieber Mühlenbesitzer fördern, das die ne Turbine einbauen können. Hier bei uns könnte dann so in etwa jedes dorf mit Wasserkraft seinen eigenen Strom erzeugen. Das wären in unserem Ort alleine 3 Mühlen und in Wasser sehe ich eine noch bessere möglichkeit,energie zu Speichern. Da muss man dann wieder Unterscheiden. Im winter, wenn der Fluss gefroren ist *hust* (wann is es denn noch son kalt hier das ein kompletter fluss friert?) Da könnte man dann die BGA´s laufen lassen. Das muss wieder ein gesundes Verhältniss geben. Sich alleine auf den Komponenten BGA zu stütze oder Solar oder Wasserkraft ist nix. Wir sind zum teil beteiligt an so einer Besagten Mühle und haben 3 Solarbäumen im Solarpark. Das was wir an Strom verbrauchen vom Haushalt und von der Landwirtschaft her, wird also abgedeckt. Man sollte das also eher so machen BGA im Winter und im Sommer,wenn Wasserknappheit in den Flüssen ist und keine Sonne scheint, denn das sind die Nachteile von Wasser und Solar,die mir durchaus bewusst sind. Und in den BGA´s sollte meiner Meinung nach halt nicht so viel Mais gefahren werden, sondern Mehr Mist+Gülle und wegen mir soll der Herr LAndwirtschaftsminister Friedrich ne BIO-Tonne einführen, die dann als sammelstelle im ort für Küchenabfälle dient, und 1 mal pro Woche von der BGA entleert wird,sodass der MAisanteil etwas gesenkt werden kann.


Ich glaub du solltest dich erstmal etwas besser mit dem Thema beschäftigen, bevor du hier ne Diskussionsrunde startest. Zum einen kannst du Energie aus Wasser nur in großen Pumpspeicherkraftwerken speichern, da hab ich mir in Markersbach schon mal eins angeschaut, ich glaube nicht, dass du so etwas lieber vor der Haustür hättest als ne BGA ;) Bei einem normalen Fluss kannst du keine Energie speichern, entweder das Wasser fließt und die Turbinen erzeugen Strom oder es fließt nichts.
Und was ist dein Problem mit dem Mais? Selbst wenn es überhaupt so wäre, dass nur Monokulturen gebaut werden sind es noch lang nicht deine Flächen. Der Mais lässt sich halt einfach anbauen und gibt im Verhältnis dazu die meiste Energie.

CASEIH95 hat geschrieben:und wegen mir soll der Herr LAndwirtschaftsminister Friedrich ne BIO-Tonne einführen, die dann als sammelstelle im ort für Küchenabfälle dient, und 1 mal pro Woche von der BGA entleert wird,sodass der MAisanteil etwas gesenkt werden kann


Hast du die vorherigen Posts gelesen? Man kann nicht einfach alles in eine Biogas kippen
Fury hat geschrieben:@Alldog-driver
Man kann in eine Biogasanlage nicht einfach alles was ebend da ist rein schmeissen. Dann kippt einen ziemlich schnell die Anlage, sprich die Bakterien sterben. Änderungen an derren ''Futter'' muss sehr behutsam und langsam angegangen werden.

Zumal in "Abfallanlagen" sowieso eher Abfälle aus der industriellen Lebensmittelproduktion landen, sprich Produkte, die nicht mehr verkauft werden können oder etwas dergleichen. Und Mischanlagen aus Abfall und Biomasse sind mir nicht bekannt.
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Re: Disskussionsrunde zum Thema Biogas

Beitragvon CASEIH 95 » Fr Dez 27, 2013 5:20 pm

Ich sach dir mal was. Ich hab mir das Thema lang genug um die Ohren gehauen. Haben in der Schule dazu auch Diskussionen gehalten und und und (Da hab ich die Contra seite vertreten). Ich teile ja nur meinen Standpunkt mit. und Ein selbstversuch hat das ja gezeigt. Lass mal biomüll,sprich essensreste undso mal in der Tonne stehen. da brauchst du nixmehr impfen! Das gärt so schon vor sich hin wie sonstwas! Ich hab halt nur den Fehler gemacht und den Deckel abzunehmen vergessen und da hat sich die tonne dann LAutstark geöffnet.

Und mir is schon bewusst,das du so´n ding nich einfach ab un anstellen kannst. Das is wie mit den KW´s Und AKW´s

Und zur Wasserkraft: da wo es sich lohnt,sollten die kleinen unterstützt werden! Bei uns ist der Edersee Stausee, das is ein großes Pumpspeicherwerk. Und ich habe ja auch Nachteile an Solar und wasserkraft eingestanden.
Und mein Problem mit dem Mais? Ich will kein Wasser trinken,das mit Krebserregern verseucht is, weil da zuviel Gülle/Substrat draufgekippt wurde! Der nimmt nur soviel Nährstoffe auf, wie er braucht und der Rest? Der sickert schön ins Grundwasser!
Schau dir doch die Ecken in Niedersachsen an! Da wird jetzt ein PAAR Jahre nach den Extremen bauten von BGA`S Ein extrem erhöter anteil an diesen Krebserregern im Wasser festgestellt. Ich weiss ja nich wie du dazu stehst, aber ich weiss, das Krebs ne echt miese Krankheit ist und es nicht wirklich schön ist, einem betroffenem beim sterben zuzusehen!
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Re: Disskussionsrunde zum Thema Biogas

Beitragvon Mic » Fr Dez 27, 2013 6:43 pm

CASEIH 95 hat geschrieben:Ich sach dir mal was. Ich hab mir das Thema lang genug um die Ohren gehauen. Haben in der Schule dazu auch Diskussionen gehalten und und und (Da hab ich die Contra seite vertreten). Ich teile ja nur meinen Standpunkt mit. und Ein selbstversuch hat das ja gezeigt. Lass mal biomüll,sprich essensreste undso mal in der Tonne stehen. da brauchst du nixmehr impfen! Das gärt so schon vor sich hin wie sonstwas! Ich hab halt nur den Fehler gemacht und den Deckel abzunehmen vergessen und da hat sich die tonne dann LAutstark geöffnet.


Schön und gut, aber meinst du mit den Gasen auch einen Motor antreiben zu können?

CASEIH 95 hat geschrieben:Und mein Problem mit dem Mais? Ich will kein Wasser trinken,das mit Krebserregern verseucht is, weil da zuviel Gülle/Substrat draufgekippt wurde! Der nimmt nur soviel Nährstoffe auf, wie er braucht und der Rest? Der sickert schön ins Grundwasser!
Schau dir doch die Ecken in Niedersachsen an! Da wird jetzt ein PAAR Jahre nach den Extremen bauten von BGA`S Ein extrem erhöter anteil an diesen Krebserregern im Wasser festgestellt. Ich weiss ja nich wie du dazu stehst, aber ich weiss, das Krebs ne echt miese Krankheit ist und es nicht wirklich schön ist, einem betroffenem beim sterben zuzusehen!


So einen Bullshit hab ich schon lang nicht mehr gehört. Das ist bei normaler Gülle doch kein Stück anders! Normalerweise wird so etwas kontrolliert und es gibt strikte Vorgaben, da kann man nicht einfach nach Lust und Laune Substrat draufhauen bis der Acker schwimmt. Zumal bei einer Überdüngung sowieso die Pflanzen kaputt gehen. Und auf den Mais kannst du gar nicht genug Gülle drauf fahren, dass es zu einer Überdüngung kommen würde, dazu ist die Zeitspanne in der man den Acker befahren kann zu kurz. Zumal das Substrat viel zu wertvoll ist um es einfach so zu verschwenden. Da wäre ein Verkauf des Substrates viel rentabler, manche Anlagen pressen zum Beispiel auch Gärrest und verkaufen diesen festen Gärrest als Dünger an Gärtnereien.
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Re: Disskussionsrunde zum Thema Biogas

Beitragvon streubeheubar » Fr Dez 27, 2013 8:19 pm

von allen Sachen die nun geschrieben wurden liegt mir am Magen ,das bei immer mehr Maisflächenanbau auch immer weniger Flächen für andere Bodenfrüchte und Getreide bleiben .

somit sind wir auf noch mehr zukauf ausserhalb von der brd angewiesen.der Anteil an zugekauften Lebensmittel wird also steigen ,deren Herstellung und Kontrollen wohl keinen deutschen standart haben .
das andere Problem ist die Versteppung ganzer Landstriche durch einseitigen maisanbau.wer das nicht wahhaben will .....der findent in you tube genug dazu.

kleine Wasserkraftwerke sind sehr wohl sinn sinnvoll.

wir haben nur ein ganz ganz kleines mit 6kw in der stunde ......was so nicht viel ist ......aber über ein jahr gesehen sparen wir viel Strom .....zumindest kann ich 52000 kw nicht als nichts bezeichenen

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Re: Disskussionsrunde zum Thema Biogas

Beitragvon Fury » Fr Dez 27, 2013 9:48 pm

CASEIH 95 hat geschrieben:Ich sach dir mal was. Ich hab mir das Thema lang genug um die Ohren gehauen. Haben in der Schule dazu auch Diskussionen gehalten und und und (Da hab ich die Contra seite vertreten). Ich teile ja nur meinen Standpunkt mit. und Ein selbstversuch hat das ja gezeigt. Lass mal biomüll,sprich essensreste undso mal in der Tonne stehen. da brauchst du nixmehr impfen! Das gärt so schon vor sich hin wie sonstwas! Ich hab halt nur den Fehler gemacht und den Deckel abzunehmen vergessen und da hat sich die tonne dann LAutstark geöffnet.

Und warum fängt es wohl in der Tonne an zu gären? Da sich Mikroorganismen bzw. Bakterien entwickeln... Biologie 6. oder 7. Klasse.
Dein Beispiel mit der Biotonne ist an den Haaren herbeigezogen. Sprich es kann nicht passiert sein, denn die Biotonnen sind belüftet, genaueres findet man dazu im internet.
CASEIH 95 hat geschrieben:Und mein Problem mit dem Mais? Ich will kein Wasser trinken,das mit Krebserregern verseucht is, weil da zuviel Gülle/Substrat draufgekippt wurde! Der nimmt nur soviel Nährstoffe auf, wie er braucht und der Rest? Der sickert schön ins Grundwasser!
Schau dir doch die Ecken in Niedersachsen an! Da wird jetzt ein PAAR Jahre nach den Extremen bauten von BGA`S Ein extrem erhöter anteil an diesen Krebserregern im Wasser festgestellt. Ich weiss ja nich wie du dazu stehst, aber ich weiss, das Krebs ne echt miese Krankheit ist und es nicht wirklich schön ist, einem betroffenem beim sterben zuzusehen!

Quelle? Woher nimmst du die Information deiner dreisten und nicht nachvollziehbaren These?


Von allen Sachen, die nun geschrieben wurden, liegt mir viel mehr im Magen, dass einige hier einfach un-/halbwissen verbreiten und denken sie hätten mit ihrer ansicht recht.


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