Wenn einem eine Kugel durch den Kopf geht

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ansomale
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Wenn einem eine Kugel durch den Kopf geht

Beitragvon ansomale » Do Aug 07, 2014 9:43 am

Hi,

da es beim Hanomag nicht so ganz passt, last es und hier durch kauen.... :D :)

Der Kugelkopf und das Chaos auf der Ackerschiene.


Dipper007 hat geschrieben:Für z.B. die kleinen HD Pressen und es gibt auch nen kleinen Wender der gezogen an der Ackerschiene fest ist! ;)

Gerüchten zufolge auch gezogene Mähdrescher...

Ach ja, die so gerne verbauten Kugelköpfe für z.B. PKW Anhänger sind nicht erlaubt.
Wenn die Ackerschiene verdreh sicher ist und in der Höhe arretierten Ackerschiene ist wird es wohl toleriert.
Einen Rechtsanspruch hast du nicht und ein unwilliger Polizist kann, wenn er will dir den Tag verderben.

lg

der anso
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Wenn einem eine Kugel durch den Kopf geht

Beitragvon MB-M@x » Do Aug 07, 2014 10:27 am

Stopp Anso,das stimmt so nicht,die Diskusion hatten wir schon mehrmals,und ich kenn nen Polizisten sehr gut,der sich auf die Rechtslage dabei eingeschossen hat,das sieht so weit aus,dass wenn du die Ackerschiene vollkommen arretierst,sprich Straffer voll anknallst,das sich nix mehr bewegen kann,bzw ne eisenkonstruktion nutzt die die Ackerschiene feststellt,dann ist das vollkommen erlaubt auch nen Anhänger über Ackerschiene+Kugelkopf zu ziehen,Kugelkopf montieren darfste übrigens,das ist nicht verboten ;)

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Re: Wenn einem eine Kugel durch den Kopf geht

Beitragvon ansomale » Do Aug 07, 2014 5:17 pm

So ganz einfach ist das nicht.


§43 Einrichtungen zur Verbindung von Fahrzeugen

(1) Einrichtungen zur Verbindung von Fahrzeugen müssen so ausgebildet und befestigt sein, dass die nach dem Stand der Technik erreichbare Sicherheit – auch bei der Bedienung der Kupplung – gewährleistet ist. Die Zuggabel von Mehrachsanhängern muss bodenfrei sein. Die Zugöse dieser Anhänger muss jeweils in Höhe des Kupplungsmauls einstellbar sein; dies gilt bei anderen Kupplungsarten sinngemäß.


Bei einer Ackerschiene besteht die Problematik darin, dass die Ackerschienen nicht starr ist. So müssen geeignete Maßnahmen getroffen werden
diese zu erreichen. Zu einem eben eine Verdreh -sicherung, und eben ein feststellen der Heckhydraulik, so dass die Zuglast die Ackerschiene nicht hochziehen kann. Es gibt nicht wenige die eben nur Hubkräfte erzeugen könne und da wird es dann eben interessant.
Dann braucht der Kugelkof auch noch eine Prüfnummer.

Wenn an einem Fahrzeug etwas geändert wird, hat es entweder Eingetragen oder entsprechende allgemeine Prüfbescheinigungen (ABE)zu haben.
Das ist aber bei einer selbst erstellten Konstruktion nicht so ohne Probleme möglich und das besonders spaßige, es ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich in der Handhabe.

Und so kann man schlecht sagen, nur weil man selber keine Probleme damit hat das es für ganz Deutschland gleich gehandhabt wird.
Mir schweben da auch ellenlange Gespräche dazu im Hinterkopf und auch einige Beiträge in diversen Schlepperzeitschriften die sich
Experten zu dem Thema geholt haben und eben das benutzen des Kugelkopfes an eine Ackerschiene ausgiebig beleuchtet haben und
kein klares JA ihr dürft das alle machen als Ergebnis herauskam.

Somit kann man schwerlich das so pauschal darstellen. Es ist jeder gefragt das bei seine Straßenverkehrszulassungsbehörde
und oder dem TÜV selber abzuklären.


lg

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Re: Wenn einem eine Kugel durch den Kopf geht

Beitragvon modelleicher » Do Aug 07, 2014 8:02 pm

Ich behaupte mal jeder der einen Traktor mit Hydraulik hat hat auch eine Ackerschiene, und jeder der eine Ackerschiene hat hat auch einen Kugelkopf da dran und damit schon mal was gezogen.. Zumindest fast jeder. Toleriert wird es also auf jeden Fall, in den meisten Gegenden zumindest. Haben wir früher nicht anders gemacht, wir wurden auch mal angehalten fürs befördern von Personen auf dem Anhänger, wie der Anhänger da befestigt war hatten die Beamten nicht kontrolliert.
Problem ist allerdings wenn tatsächlich mal was passiert, dann ist es nämlich keine Verwarnung oder Bußgeld sondern richtig übel..

Ich hab mir jetzt den Gesetztext nicht durch gelesen aber ich vermute einfach mal dass eine Anhängerkupplung, egal welche, muss diese entweder original, also ab Werk, dran sein.. Oder aber eingetragen werden. Und dafür braucht man eine mit Prüfzeichen (und muss auch irgendwie Bauartgenehmigt sein oder so).
Wenn man eine Ackerschiene an der Hydraulik hat müsste man also erst sicher gehen dass sich nix bewegen kann (manche Hydrauliken kann man ja blockieren, manche kann man von den Hubarmen abschrauben/stecken und an feste Halterungen anschrauben/stecken für den Zweck) und das ganze dann vom Tüv abnehmen lassen. Oder aber man baut eine Art Zugpendel, die meisten Traktoren haben ja Möglichkeiten zum verschrauben unten am Getriebe.. Nur kommt man dann evtl. mit der Zapfwelle in die Quere und man sollte den Tüv vielleicht vorher fragen auf was man achten muss dass so ein Selbstbau später auch abgenommen werden kann.
Anders wenn man original eine feste Ackerschiene hat.. Dann sollte das ganze ja wesentlich einfacher sein, Kugelkopf mit Prüfzeichen drauf und ab zum Tüv..


So.. Genug Halbwissen zu dem Thema raus.


LG

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Re: Wenn einem eine Kugel durch den Kopf geht

Beitragvon Gnescher » Fr Aug 08, 2014 7:47 pm

Man bekommt beim Tüv keine Zulassung für irgendwelche Kugelkupplungen, die irgenwie mit der Dreipunkthydraulik verbunden sind. Auch nicht, wenn die Kugelkupplung eine Zulassung hat. Der Grund hierfür besteht darin, das niemand die Kräfte berechnen kann, die die Dreipunkthydraulik als Zugvorrichtung aufnehmen kann. Wie also soll die zulässige Anhängelast berechnet werden?

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Re: Wenn einem eine Kugel durch den Kopf geht

Beitragvon ansomale » Fr Aug 08, 2014 8:49 pm

Das ist eben der Knackpunkt.
Die Dreipunkthydraulik ist für eine bestimmten Zweck gebaut und ausgelegt und die Benutzung als Träger
für einen Kugelkopf ist nicht vorgesehen. So schön und praktisch das auch ist.
Je nach Prüfbehörde wird da bei bestimmten Umbauten auch ein Auge zugedrückt.
In wie weit das dann auch wirklich Haftung-technisch abgesichert ist ist dabei
immer unklar.
Solange nichts passiert wird es eher keine Probleme geben, aber wenn dann doch
mal ein unerwünschtes Unfall mit Personenschaden bzw. hohen Sachschaden geschieht,
wird es spannend. Natürlich wünsche ich keinen so einen Unfall und man muss ja nicht
einmal selber schuld sein.

Und aus diesem Grund sollte man zur sicheren Seite Versicherung, Tüv bzw. Zulassungsbehörde
vor dem Kauf/ Einbaue/ Benutzung aufsuchen und es für den eigenen speziellen Fall abklären.
Einzel Fälle sind keine Rechtsgrundlage.

lg

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Re: Wenn einem eine Kugel durch den Kopf geht

Beitragvon Lanz-Eilbulldog » So Aug 17, 2014 7:31 pm

Wobei es auch durchaus Starre Ackerschienen gibt die mit dem Getriebe bzw den Achstrichtern verschraubt sind und unter anderem auch das Zugmaul tragen. Da ist es eigentlich auch rechtlich kein Problem einen Kugelkopf anzubauen wenn dieser die erforderlichen Prüfzeichen usw hat.

Mal Abgesehen davon... zu den Kräften die ne Dreipunkthydraulik aufnehmen kann, ich denke das wird keine Probleme geben, wenn man bedenkt das mittlerweile sehr viele Zugkraftintensive Anbaugeräte nurnoch in den Unterlenkern eingehängt werden.

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Re: Wenn einem eine Kugel durch den Kopf geht

Beitragvon ansomale » So Aug 17, 2014 9:09 pm

Ja starre Ackerschienen sind kein Problem.

Nur eben die einfachen die kein Rückdruck bzw. Arretierung haben. Da streiten sich die Gelehrten.

Spannend ist eben das es Bundesweit unterschiedlich gehandhabt wird und es eben allein schon wegen
der unterschiedlichen Bauarten kein allgemeinen "Persilschein" gibt.

lg
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