Disskussionsrunde zum Thema Biogas

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Mic
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Re: Disskussionsrunde zum Thema Biogas

Beitragvon Mic » Fr Dez 27, 2013 10:15 pm

Fury hat geschrieben:Quelle? Woher nimmst du die Information deiner dreisten und nicht nachvollziehbaren These?

Ich hab mal Google gefragt und bin auf diesen Artikel gestoßen:
http://www.rp-online.de/nrw/staedte/gel ... -1.2962382

Aber in meinen Augen ist das mit den erhöhten Nitrat Werten alles nur Schwarzmalerei und nicht ernst zu nehmen, das entscheidende Gegenargument wurde ja am Ende geliefert...
Zuletzt geändert von Mic am Fr Dez 27, 2013 10:41 pm, insgesamt 1-mal geändert.
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Fury
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Re: Disskussionsrunde zum Thema Biogas

Beitragvon Fury » Fr Dez 27, 2013 10:34 pm

Wenn man den Bericht mal durchliest bemerkt man das dieser positiv ist.
''Noch im Jahre 2002, so Gülzow, habe es Konzentrationen von 200 Milligramm pro Liter gegeben'' damals gab es den Biogasanlagen Boom noch nicht, also sind es die bösen Tierhalter gewesen.

Aber Geldern liegt in der Ecke bei Wesel, sprich NRW. Also hätte ich gerne eine Quelle bzgl. Niedersachsen.

CASEIH 95
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Re: Disskussionsrunde zum Thema Biogas

Beitragvon CASEIH 95 » Sa Dez 28, 2013 1:09 am

Mic, ich habe mich mit den Krebserregern ausreichend infomiert! Glaub mir das mal. Und wenn du mal im Chemieunterricht aufgepasst hättest (das ist jetzt lose in den raum gestellt) Dann würdest du das:,, GESETZ VOM MINIMUM" kennen! Das sagt aus, das jede pflanze nur.so viel an nährstoffen aufnimmt,wie sie Nötig hat! Wo soll der rest hin? Der Wandert in das grundwasser und verseucht es.

Streubehauber: Das ist auch eine meiner sorgen. Deutschland muss immer mehr importieren, weil die erzeugsfläche bei steigerder bevölkerungszahl sinkt.
Das kann auf dauer nich gut gehen.Und das kann es meiner meinung nach auch nicht sein.
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ansomale
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Re: Disskussionsrunde zum Thema Biogas

Beitragvon ansomale » Sa Dez 28, 2013 6:56 am

Moin,

gefällt mit echt klasse das ihr euch hier so schön mit der Thematik auseinandersetzt. Für mich aus Landwirtschaftslaie schön mal die verschiedenen Standpunkte kenne zu lernen.
Und auch ein dickes Plus, für den kritischen Umgang zum aktuellen Geschehen.

Das vertrackte an dem Thema (wie auch bei vielen Themen) es gibt oft auch sehr unterschiedliche Regionale Bedingungen und auch Menschen, so das man nicht immer alles 1:1 miteinander vergleichen kann. Natürlich hat es zu dem Thema auch immer zwei Seiten und ich bin mir sicher jeder vertritt seine Seite aus Überzeugung und im guten Glauben
daran, aus seinen Sichtweise das richtige zu machen.

Unterm Strich kann man bestimmt sagen das es Regional sehr Unterschiedliche Bedingungen gibt die ein "Für" und "Wieder" ganz unterschiedlich gestalten und eben die Menschen die sich an dem Projekt beteiligen. Da kann man nicht einfach alles über einen Kamm scheren.

Bedenkt das bitte ein wenig und versucht weniger "persönlich" zu werden und den Diskussionspartner zu direkt anzugreifen. Das gibt dann doch unschöne Stimmung und bald geht es nicht mehr ums Thema sondern nur darum Recht zu haben.

Nun aber bitte weiter ans Thema, möchte da noch mehr zu erfahren.
Ich selber stehe so vom Gefühl total dazwischen und trau aber auch nicht jeder Studie zum Thema.

lg

der anso
"I'm completely operational and all my circuits are functioning perfectly."

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Re: Disskussionsrunde zum Thema Biogas

Beitragvon CASEIH 95 » Sa Dez 28, 2013 11:31 am

Da hat der Anso recht.
Wenn ich zu persönlich geworden sein sollte, tut mor das Leid. Und wenn es dann nurnoch um Rechthaberei geht macht das keinen Spaß mehr.
Ich sage ja, bei uns lohnt es sich einfach nicht, auf BGA zu setzten, da man hier durch den sehr guten Boden hier genug andere möglichkeiten hat, wie der besagte Zuckerrübenanbau,bzw. Gemüseanbau. Und da wir nichtmal 20 KM weg kraut und Zuckerfabrik haben, lohnt es sich eher das zu machen als BGA. Und die bezahlen auch sehr gute Preise.

Mic, ich weiss ja nicht, ob man das so machen kann, aber beim Kraut da bekommt man immer den "Mülkram" (also so nennnen wir das) mit heim. Der wird einfach an den Feldrand gekippt und der verrotet dann da. Gärt aber auf, und dabei entsteht Methan. Das ist ja brennbar,also sollte man damit doch besagten Motor in der BGA antreiben können. Das wäre dann ja auch noch eine option oder?
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Re: Disskussionsrunde zum Thema Biogas

Beitragvon Mic » Sa Dez 28, 2013 11:35 am

CASEIH 95 hat geschrieben:Mic, ich habe mich mit den Krebserregern ausreichend infomiert! Glaub mir das mal. Und wenn du mal im Chemieunterricht aufgepasst hättest (das ist jetzt lose in den raum gestellt) Dann würdest du das:,, GESETZ VOM MINIMUM" kennen! Das sagt aus, das jede pflanze nur.so viel an nährstoffen aufnimmt,wie sie Nötig hat! Wo soll der rest hin? Der Wandert in das grundwasser und verseucht es.

Naja, aufgepasst hab ich nicht, aber das Gesetz kenn ich trotzdem ;)

Ich kann an dieser Stelle aber mal den letzten Absatz aus dem Artikel ein paar Posts vorher zitieren:
Grundsätzlich aber, betont er, gelten für Gär-Reste aus Biogasanlagen die gleichen Grenzwerte wie etwa für Gülle. Zwei Mal im Jahr würden die Anlagen überprüft, da je nach Befüllung unterschiedliche Nitratkonzentrationen in den Resten vorhanden seien. Angst vor steigenden Nitratwerten durch die Reste aus Biogasanlagen hat Kemper jedenfalls nicht: "Wenn sich die Landwirte an die gesetzlichen Vorgaben halten, darf das nicht sein."


Genau so die Tatsache, dass die Nitratbelastung im Jahre 2002 in der Gegend dort ca. 4 mal höher war als jetzt, also vor dem Biogas Boom. Die Nitratbelastung hat also nichts mit den Biogasanlagen zu tun, wenn du jetzt einfach 10 mal auf den gleichen Acker Rindergülle fahren würdest, würde es das Wasser nicht weniger verseuchen.

Fury hat geschrieben:Aber Geldern liegt in der Ecke bei Wesel, sprich NRW. Also hätte ich gerne eine Quelle bzgl. Niedersachsen.

Da warte ich auch noch drauf ;) Und wieso sollte das ausgerechnet Niedersachsen sein? Bei uns hier in Franken ist die größte Biogasdichte Deutschlands (Lkr. Ansbach), da müsste doch dann schon längst alles verseucht sein? :|

EDIT:
CASEIH 95 hat geschrieben:Mic, ich weiss ja nicht, ob man das so machen kann, aber beim Kraut da bekommt man immer den "Mülkram" (also so nennnen wir das) mit heim. Der wird einfach an den Feldrand gekippt und der verrotet dann da. Gärt aber auf, und dabei entsteht Methan. Das ist ja brennbar,also sollte man damit doch besagten Motor in der BGA antreiben können. Das wäre dann ja auch noch eine option oder?


Dazu müsste man aber wieder extra Zuckerrüben anbauen, da ist Mais einfacher und rentabler.
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Re: Disskussionsrunde zum Thema Biogas

Beitragvon CASEIH 95 » Sa Dez 28, 2013 2:47 pm

Ich meine das jetz als zusatz. Und Zuckerrüben sind nicht weniger Ertragreich,als Mais,denke ich und mit der Pflege sprich Dünger und Spritzmittel etwa Identisch. auf unseren 1 1/2 Hektar Zuckerrüben Ernten wir Ca. 4Komplette LKW Kipper voll also so knapp 100 tonnen so um den Dreh. Dann kommen noch knapp 15 Tonnen Rübenblatt zusammen. würde 115 Tonnen an Biomasse machen,die man vergären lassen könnte. Wieviel Tonnen Mais erntet ihr auf genau 1 1/2 hektar Mais? So ungefähr
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Re: Disskussionsrunde zum Thema Biogas

Beitragvon TheFarmer » Sa Dez 28, 2013 3:26 pm

Ich muss jetzt auch mal meinen Senf dazu geben. Erstmal finde ich es gut, sich hier mit diesem Thema auseinander zu setzen.
Ich bin wie Anso auch gespalten, zum einen denke ich, ist Biogas ein Weg von vielen, die Weg von AKWs führen, das geht nicht nur mit Wind- und Wasserkraft und Solarenergie. Biogas sollte meiner Meinung nach auf alle Fälle als Energiequelle genutzt werden, ABER in Maßen. Das was da in Norddeutschland abgeht, oder in den neuen Bundesländern, das ist jenseits von gut und böse, da sieht man die Schattenseiten von staatlich subventionierter Landwirtschaft. Was CASEIH 95 mit der Bodenverseuchung gesagt hat, das kann ich nicht beurteilen, denke aber, er hat das nicht ohne Grund, oder nur um Recht zu haben gesagt. Bei uns in Oberbayern ist Biogas auch anzutreffen, aber wie gesagt nur in Maßen. Im Umkreis von 50 KM gibt es bei uns drei Anlagen, die jeweils von vier bis elf Landwirten bewirtschaftet werden, und zwar nicht im "Haupterwerb", sondern nebenher, um etwas mehr zu verdienen. Ich bin auch der Meinung wir sollten nicht nur von Atomkraft wegwollen und an anderen Energiequellen nur die Schwachstellen suchen. Biogas hat auch viele Vorteile, die m.M. zu hintergründig in solchen Disskussionen behandelt werden. Biogas ist auch m.M. noch nicht voll ausgreift, es gäbe noch viele Möglichkeiten, die Produktivität zu steigern, und weniger Mais zu vergären. Auch finde ich es totalen Schmarrn, dass sich Leute beschweren, in BGA würden Lebensmittel vergärt, was schlichtweg Stuss ist, da Energiemais nicht sehr appetitlich ist. In meinem privaten Umfeld wird oft nur von Leuten mit Halbwissen über dieses Thema geredet, die genau solche Dinge wie eben geschrieben von sich geben. Wer nicht einigermaßen Bescheid weiß und sich nicht ausführlich mit diesem (kompliziertem) Thema auseinandergesetzt hat, sollte den Mund halten.

So, und jetzt frohes kommentieren, zitieren und meckern!

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Re: Disskussionsrunde zum Thema Biogas

Beitragvon Mic » Sa Dez 28, 2013 3:58 pm

CASEIH 95 hat geschrieben: Wieviel Tonnen Mais erntet ihr auf genau 1 1/2 hektar Mais? So ungefähr


An Frischmasse kann man von einem Hektar bei gutem Mais 500-600 dt/ha ernten. Aber entscheidend ist die Trockenmasse und der Energiegehalt. Wie's mit Zuckerrüben aussieht weiß ich nicht, wir haben unser Kontingent schon vor Jahren verkauft, auf unseren schweren Böden wächst Mais sowieso besser.

CASEIH 95 hat geschrieben: Und da wir nichtmal 20 KM weg kraut und Zuckerfabrik haben, lohnt es sich eher das zu machen als BGA. Und die bezahlen auch sehr gute Preise.

Ist zwar schön und gut, wenn bei euch die Zuckerfabrik nur 20km weit weg ist, aber das ist einfach kein universeller Lösungsansatz. Wenn sich das aber eher lohnen würde als Biogas, dann dürfte es bei euch ja keine Anlagen und keine Probleme geben, dem ist aber scheinbar nicht so :mrgreen:
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Re: Disskussionsrunde zum Thema Biogas

Beitragvon CASEIH 95 » Sa Dez 28, 2013 6:19 pm

es gibt Wenige Bga`s Und du kennst ja bestimmt Hengstenberg oder?
Die ham wie gesagt die größte Niederlassung hier bei uns. Und die ham damals mal ne Zeit lang Mais in der dose also so wie Bonduelle verkauft,da hatten wir die selben probleme wie mit den BGA´s aber das Problem hat sich von selber erledigt 333 Und gewisse parallelen sind hier bereits zu erkennen :mrgreen:
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Re: Disskussionsrunde zum Thema Biogas

Beitragvon Mic » Sa Dez 28, 2013 6:26 pm

Ich kenne keinen Hengstenberg und ich verstehe nicht, welche Parallelen es da geben soll.
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Re: Disskussionsrunde zum Thema Biogas

Beitragvon CASEIH 95 » Sa Dez 28, 2013 9:39 pm

Henstenberg ist europaweit der grösste krauthersteller also in Dosen. Naja damals wurde hier dann auch vermehrt Mais angebaut und irgendwann ham se weil alle so viel Gülle gefahren haben, hier mal gemessen und da wurden dann erhöte werte festgestellt und joa dann wars das ! Und so wird es bei den BGA's wahrscheinlich aich kimmen. (Reine spekulation)
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Re: Disskussionsrunde zum Thema Biogas

Beitragvon Mic » Sa Dez 28, 2013 9:44 pm

So ein Schwachsinn, das geht mittlerweile schon am Thema vorbei
Fury hat geschrieben:Aber Geldern liegt in der Ecke bei Wesel, sprich NRW. Also hätte ich gerne eine Quelle bzgl. Niedersachsen.

Da warte ich immernoch drauf
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Re: Disskussionsrunde zum Thema Biogas

Beitragvon CASEIH 95 » Sa Dez 28, 2013 11:01 pm

Die hab ich auch irgendwo. Muss sie nur finden! Und zum Thema BGA gab es von der ARD neulich eine umfassende Dokumentation!
http://n-g-g.de/index.php/news-main/tie ... er-steigen
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Re: Disskussionsrunde zum Thema Biogas

Beitragvon Mic » Sa Dez 28, 2013 11:27 pm

CASEIH 95 hat geschrieben:Die hab ich auch irgendwo. Muss sie nur finden! Und zum Thema BGA gab es von der ARD neulich eine umfassende Dokumentation!


https://www.youtube.com/watch?v=4X_NcIpXIcs

Ich glaub die Doku kenn ich auch

EDIT: @CASEIH 95, dein Artikel geht aber wohl eher gegen die Tierhalter als gegen Biogas
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Re: Disskussionsrunde zum Thema Biogas

Beitragvon CASEIH 95 » So Dez 29, 2013 5:07 pm

Es wird aber auch Die BGA angesprochen. Und die ich nenne sie jetzt mal "Güllemengetabbele" wird ja jetz erst eingeführt,gerade weil erhöhte Nitratwerte festgestellt worden. Und davon,das die Betriebe die zu viel gülle haben was abgeben is mir net bekannt. Wir kriegen ja schließlich au nix
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Re: Disskussionsrunde zum Thema Biogas

Beitragvon Mic » Mo Dez 30, 2013 11:57 am

CASEIH 95 hat geschrieben:Und davon,das die Betriebe die zu viel gülle haben was abgeben is mir net bekannt. Wir kriegen ja schließlich au nix


Ja, dann frag dich mal warum. Wenn du hier schon bloß über Biogas rumschimpfst und dreiste Thesen aufstellst. Substrat ist ein wertvoller Dünger und wird von niemanden einfach so mir nichts dir nichts an den nächstbesten verschenkt. Aber du kannst davon ausgehen, dass andere Landwirte, die mit den Anlagen zusammenarbeiten Substrat bekommen.
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Re: Disskussionsrunde zum Thema Biogas

Beitragvon CASEIH 95 » Mo Dez 30, 2013 1:35 pm

Ich habe substrat ja als Dünger nicht angezweifelt!?
Und ausserdem haben wir hier Grosse Betriebe so 500-650 Hektar, die kein Vieh halten und die bekommen so in etwa fast alles ab und die sind auch nicht bei der BGA dabei, die können alle preise bezahlen!Die bekommen ja an Mist schon 200 Tonnen Geliefert und was dann an substrat dazukommt. Da bleibt für uns kleine "Popelbetriebe" nicht wirklich was über. Und wir verkaufen ja den Großteil unseres Stroh's an andere Betriebe und bekommen dafür mist zurück. Deshalb hab ich bzw. Wir kein substrat nötig!
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Re: Disskussionsrunde zum Thema Biogas

Beitragvon TravisKlein » Mi Jan 01, 2014 1:20 pm

streubeheubar hat geschrieben:was soll gut daran sein futter von Tieren zu vergären ...bei gülle und mist ist es ja soweit ok .

es sollte auch jeder daran denken das durch die bga anlagen langfristig gesehen ,unsere Lebensmittel teurer werden .

dadurch das die lw viele flächen an Photovoltaik und bga s verliert ,werden es immer weniger flächen zur lebensmittelgewinnung.

wir machen uns immer mehr von unseren Nachbarländern abhängig :(

pachtpreis je Hektar von 2000 euro von seitens von bga betreibern sind längst keine untopie mehr .

solche gewinne je Hektar sind eigentlich für milchviebertiebe und achkerbauen nicht möglich .

zudem kommt das die meisten bga Betreiber ihre anlage ohne förderung nicht betreiben könnten .

die Nachteile der anlagen lassen sich noch gut erweiter
n


Ich stimme mit Ihnen Gedanken .. Unsere Lebensmittel sind meist teuer und wir müssen, um in diesem hart umkämpften Markt zu überleben reduzieren die Kosten ..

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Re: Disskussionsrunde zum Thema Biogas

Beitragvon littledrummer » So Jan 19, 2014 3:40 am

ich habe mal von einem Indianderbrauch gehört: wenn sich 2 menschen streiten sollen sie ihren streit austragen, indem jeder den standpunkt des anderen in der disskusion vertritt. mit anderen worten, versucht mal, euch in den anderen hineinzuversetzen. eine argumentative debatte um ein thema ist durchaus etwas spannendes, führt jedoch viel zu oft zu persöhnlichen kränkungen. dem anderen zu erlauben, seinen standpunkt zu behalten, zu tollerieren, dass andere menschen anders denken, kann zu einer angehemen athmosphäre für spannende disskusionen führen.

zum Thema:
Ich habe das gefühl, unsere gesellschaft driftet immer stärker auseinander. es gibt die, die daran glauben, dass wirtschaftswachstum unendlich ist und danach streben, immer höher weiter schneller und mehr zu bekommen. ich würde sagen das ist die dominierende mehrheit, und auch die denkweise, die uns seit der industriellen revolution prägt.
auf der anderen seite ist ein doch eher kleiner aber stark wachsender bevölkerungsteil, der versucht, sich auf die wurzeln zurück zu denken. ein neues bewusstsein für lebensmittel und natur zu entwickeln. dieser teil glaubt nicht daran, dass wachstum unendlich ist, und vorallem, dass es weder nötig noch gut ist, immer höher, weiter schneller zu leben.
für die 1. gruppe ist eine biogasanlage eine tolle idee, gutes geld zu verdienen. das was am meisten profit abwirft, das wird gemacht.
die 2. gruppe hat angst, die biogasanlagen zerstören das "idyllische landleben", bringen monokulturen und wandeln landwirtschaftliche betriebe in riesige industriebetreiebe.

ich persöhnlich würde mich auch eher zur 2. gruppe zählen. ohne wirklich ahnung von dem thema zu haben, habe ich doch gewisse vorbehalte gegen bga's, auch wenn mais hächseln irre viel spaß macht:). ich finde die grundidee gut, dass landwirte mit ihrer gülle ( als der ihrer tiere) und mit biomasse strom produzieren können. was ich nicht gut finde ist, wenn aus dem zubrot für landwirte ein neuer industriezweig wird, der mit landwirtschaft im klassischen sinn( ich bin ein ziemlich nostagischer junger mann) garnichts mehr zu tun hat. Ich glaube, das grundproblem ist die staatliche förderung (von der ich ehrlich gesagt keine wirklich umfassende ahnung habe). vom "hörensagen" habe ich gehört, dass eine biogasanlage sich ohne staatliche förderung kaum finanziert (hier wäre ich für aufklärung dankbar). ich habe sogar mal (ohne eine quelle nennen zu können) gehört, dass man, wenn man die anbaufläche einer BGA mit solarplattformen bedecken würde, mehr strom generieren würde, was, wenn es stimmt, die effizienz einer BGA sehr in frage stellt.

ich bin sehr gespannt, wie sich unsere gesellschaft entwickelt, ob wir an unseren grundfesten des wachstums festhalten oder uns umwenden zu einer gesellschaft, die eine völlig andere weltanschaung ins zentrum stellt. ob es eines tages einen großen "knall" geben wird ( keine ahnung z.b. das öl is alle bevor wie ausreichende alternativen haben, oder ein krieg bricht aus oder irgendwie sowas) oder alles einfach immer friede freude eierkuchen weiterläuft.
Biogasanlangen wird es wohl immer geben. interessant ist, wird mais sich als unumstrittener biomasselieverant behaupten, oder wird es viele verschiedene energienutzpflanzen in kombination geben. halten sich die hohen pachtpreise, oder fallen die wieder auf ein bezahlbares maß.
ich bin gespannt was die zukunft uns bringt


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