Welche Programme eignen sich fürs Modden?

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modelleicher
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Welche Programme eignen sich fürs Modden?

Beitragvon modelleicher » Do Jul 01, 2010 9:12 am

Vorab, nicht jede Person kommt mit jedem Programm gleich gut klar, es geht immer auch ein bisschen nach Geschmack. Ich versuche in meiner kleinen Erleuterung so sachlich wie möglich zu bleiben ;)


Freeware

Blender

Blender ist eine komplett kostenlose Open Source 3D Software. Die Vorteile liegen ganz klar in den komplexen Möglichkeiten, die das Programm bietet. Blender ist in der Lage sämtliche Formate zu importieren und exportieren, man kann Animationen erstellen oder gar kleine Games zusammenbasteln.

Allerdings ist Blender durch die vielen möglichkeiten sehr unübersichtlich, es braucht ne weile bis man sich da zurechtfindet. Ausserdem hat Blender eine ganze Reihe von Bugs und Funktionen, die eben nicht so ganz Funktionieren. Es gibt für Blender zwar einen i3d Exporter, der allerdings meiner meinung nach nicht 100% Zufriedenstellend funktioniert, zumindest wenn man sich in Blender nicht so wirklich auskennt kann da am ende ziemlicher Mist rauskommen.

Kurzes Fazit, Blender ist komplett kostenlos, man hat also nix zu verlieren. Es lohnt sich also in jedem falle mal das Programm installieren und reinschnuppern, villeicht gefällt es einem ja. Allerdings darf man nicht erwarten dass man sich auf anhieb zurechtfindet.
Wo bekommt man Blender? Hier: http://www.blender.org/

Google Sketch Up
Von Google Sketch up ist nur die Standartversion kostenlos, mit der kann man allerdings nur in *skp speichern. Um die Modelle mit maya oder 3ds Max in *i3d umwandeln zu können, muss man das modell als *obj speichern können. Das geht wiederum nur mit der Pro Version von Google Sketch up, die rund 450 Euro kostet. Ausserdem ist Google Sketch Up eher ein Architekturprogramm, es achtet nicht darauf möglichst wenig Polygone zu erzeugen. Im gegenteil, es versucht so viel wie möglich miteinander zu verbinden, dadurch entstehen viele Polygone. Ausserdem hat man in Google Sketch Up keine möglichkeit sein Modell zu Triangulieren, um die Polygone zu SEHEN. Darum ist man sich bei Google Sketch up nie so richtig bewusst wo man jetzt bissel zu viele Polys verbaut hat. Alles in allem ist es in Google Sketch Up auch sehr Schwierig rund aussehende dinge zu bauen, da das Programm über keine wirklich funktionale Funktion verfügt, mit der man die Werte für Normals Angle einstellen kann. Letzeres heisst, dass man die Berechnung des Lichteinfallswinkels einer Fläche verändert, dadurch kann man erziehlen dass kanten Rundlich wirken. Das heisst, man muss rundungen mit sehr vielen Polygonen bauen, um eine gutaussehende Rundung zu erziehlen.

Kurzes Fazit: Google Sketch Up fehlen einige wichtige funktionen um schöne und gleichzeitig nicht all zu Polygonfressende Modelle zu bauen. Desweiteren bekommt man mit Google Sketch Up kein gefühl für die Polygone, man kann kaum abschätzen wie viel ein modell haben wird, heisst, es braucht seeehr viel erfahrung, um von vorn herein mit wenigen Polys ein gutes Modell zu bauen. Ausserdem ist Google Sketch up ganz anders als die meisten anderen 3D Modelingsoftwares, weshalb ein späterer Umstieg auf ein anderes Programm sehr schwer fällt.
Wer sich trotzdem mal mit dem Programm auseinandersetzen will:
http://sketchup.google.com/intl/de/

Kostenpflichtige Programme

Inivis AC3D
AC3D ist mit rund 60 Euro noch relativ billig im vergleich zu anderen Softwares. Das Programm ist von Grundauf einfach Strukturiert, eigentlich nur aufs Modding ausgelegt. Es hat keine Funktionen für Animation, Rendering oder ähnliches, man kann "nur" Modelle bauen und Texturieren. Es ist eben dafür ausgelegt Modelle für Games zu bauen, da reicht das vollkommen. AC3D hat auch die üblichen 2D ansichten wie jedes "normale" 3D Programm, desweiteren hat man die Polygone ziemlich komplett selbst im Griff.

und ein Fazit, AC3D hat alles was man fürs Modden braucht, und nichts, was unnötig im Weg ist. Es ist Schlicht und einfach aufgebaut, aber genau deshalb ist es auch sehr einfach zu lernen und verstehen. Ausserdem hat es sehr viel Ähnlichkeit mit Professionellen teuren 3D Programmen, was man in AC3D lernt, kann man auch gut in anderen Programmen anwenden. Ein Umstieg fällt also nicht so schwer. Eine kostenlose Demoversion, die 14 Tage läuft, gibts auf:
http://www.inivis.com/

Autodesc Maya
Autodesc Maya ist wohl der Anführer der Programme schlechthin. Quasi ein Allrounder. Allerdings schlägt es mit rund 2500 Euro ganz schön zu Buche. Dafür bekommt man dann aber auch ein Programm, welches nahezu alles kann. Allerdings braucht man zum Modden einen großen großteil der funktionen die die Software hat garnicht. Heisst aber auch, wer die Software komplett beherrschen will, muss sehr viel lernen.

Fazit, Maya ist wohl für alles geeignet, sowohl zum Modden als auch zu Sonstigen 3D Modellbauten, Animationen oder ähnliches. Wer allerdings nur Modelle für irgendwelche Games bauen will, braucht das ganze Zeug eigentlich garnicht. Trotzdem ist das Programm auch fürs Modden gut geeignet.

Cinema 4D
C4D ist ein leistungsfähiges 3D Programm, welches neben Modeling auch rendern und Animationen kann. Allerdings muss man beim bauen mit c4d sehr darauf achten dass man nicht zu viele Polygone verwendet, denn von sich aus geht das Programm damit sehr verschwenderisch um. Wenn man das im Griff hat kann man aber sicher mit C4D auch gute Modelle bauen.

Fazit, es kann auch fast alles, man muss aber wohl einiges lernen um komplett mit der Software klarzukommen.



Kleine Info zu den Fachbegriffen

- Polygone: Polygone sind 3ecke, in die ein jedes Modell eingeteilt wird. Sie sind unter anderem dafür verantwortlich, wie viel
Rechenleistung ein Modell braucht. Viele Polys----> Viel benötigte Leistung ----> Schlecht für flüssiges Spielen in Games.

- *i3d: *.i3d ist das Dateiformat, welches LS verwendet. Es ist auch das einzige Format, welches der Giants Editor lesen kann. Um ein Modell ingame zu bekommen muss es also in *.i3d umgewandelt werden(konvertieren).

- *obj: *.obj ist eines der gängigsten 3D Formate im Moddingbereich, fast jedes Programm kann damit mehr oder weniger umgehen.


Kleine Notiz am Rande, ich habe diesen Text nach bestem Wissen und Gewissen geschrieben, aber das heisst nicht, dass ich nicht irgendwo einen Fehler gemacht haben könnte, oder einfach nur Mist geschrieben habe :D Falls das so sein sollte macht mich bitte darauf aufmerksam ;) Ausserdem will ich anmerken dass die oben aufgelisteten Programme keinesfalls alle sind. Aber sie sind wohl die gängigsten die für LS Modding verwendet werden. Falls einer noch das eine oder andere zu meinen Infos ergänzen möchte oder ein nicht aufgelistetes Programm beschreiben will, darf er das gerne hier im Thread machen ;)

Ansonsten, fragen zum oben geschriebenen auch hier in Thread :D bitte keine abwertenden Kommentare zu SKP :wink:

lg modelleicher

steven
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Re: Welche Programme eignen sich fürs Modden?

Beitragvon steven » Sa Nov 29, 2014 5:38 am

hi modelleicher ich finde diese Tipps/hinweise sehr hilfreich aber bei den Fachbegriffen stimmen 2 sachen nicht.
das eine ist "Polygone sind 3 ecke" das stimmt so nicht Polygone steht für vieleck kann also auch 4 5 und mehr ecken haben 3ecke nennt man tris bzw triangels und das 2. ist das der gigants editor zumindest in der Version 6 auch fbx importieren kann und nicht nur i3d, ob das davor ging weiß ich nicht genau und wie gut das funktioniert



zum punkt Blender ja es ist recht vielseitig aber man kommt schnell rein dank guter Tutorials und im vergleich mit 3ds max finde ich es einfacher zu erlernen und intuitiver in der Steuerung. Wenn man jedoch von einem anderen Programm auf blender umsteigt ist es erst mal sehr ungewohnt was sich aber relativ schnell legt.

mfg steven

ps; entschuldigt mir die Rechtschreibung das ist nicht meine stärke

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ansomale
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Re: Welche Programme eignen sich fürs Modden?

Beitragvon ansomale » Sa Nov 29, 2014 9:58 am

Hi,

der Beitrag ist gut 4 Jahre alt und das ist in der Computer/ Softwarebranche schon ein sehr großer Schritt.
Für Blender hat sich in den 4 Jahre gewaltig viel getan, speziell in der Bedienbarkeit.

Dann zu den Polygone.

Es bezieht sich hier alles auf LS. Und dort werden die Polygone eben als Dreieck benutzt.
"Polygone mit mehr als drei Ecken als Teil von Polygonnetzen werden vor der Rasterung oft in Dreiecke umgewandelt"
Genau das gibt es in LS eben so zu der Zeit nicht.

Es passte so schon.
Aber trotzdem thx für deb Beitrag

lg der anso
"I'm completely operational and all my circuits are functioning perfectly."


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